Wissenswertes

Zubereitung von Kräutern als Tee

Klassischerweise werden Kräuter als Tee zubereitet. Hierzu nimmt man in der Regel einen bis zwei Teelöffel des Krauts (auf eine Tasse), übergießt dieses mit kochendem Wasser und lässt das Kraut 10 bis 15 Minuten ziehen.

Kräuter, die einer besonderen Zubereitungsform bedürfen

Ausnahmen sind Kräuter, die zum Beispiel Kieselsäure beinhalten. Um diese ins Wasser zu lösen, bedarf es einer aufwendigeren Zubereitungsart: Kieselsäurehaltige Kräuter wie zum Beispiel Ackerschachtelhalm sollten über Nacht in kaltem Wasser ziehen (immer abgedeckt!) und am nächsten Tage 30 Minuten gekocht werden (Mazerationsdekokt). 
Auch Salicylsäure-Pflanzen wie Weidenrinde müssen in kaltem Wasser angesetzt werden, ziehen und dann zum Kochen gebracht werden.
Schleimstoffhaltige Kräuter wie Eibisch, Leinsamen, Flohsamen etc. müssen mindestens 1 bis 2 Stunden in kaltem Wasser ziehen, damit sich die enthaltenen Schleimstoffe lösen. Danach am besten kalt trinken.

Haltbarkeit von Kräutern

Getrocknete Kräuter sind in der Regel bis zu zwei Jahre haltbar. Allerdings nur, wenn diese sachgerecht gelagert werden: Kühl, dunkel und vor allem trocken. Wichtig ist außerdem eine luftdichte Verpackung, damit sich keine Lebensmittelmotten am Kraut erfreuen, und über die Zeit wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen. 

Woran Sie erkennen können, ob die Kräuter noch gut sind

Wenn die Kräuter noch duften und ihre ursprüngliche Farnintensität aufweisen, können diese noch verwendet werden. 

Gute Kräuter-Qualität erkennen Sie an folgenden Gesichtspunkten

Hochwertige Kräuter besitzen eine deutlich erkennbare Farbe. Wenn Sie ätherische Öle beinhalten, tragen sie immer auch einen deutlich erkennbaren, einzigartigen Duft. Nicht alle sind für unsere menschliche Nase allerdings angenehm. Baldrian zum Beispiel wird nicht ohne Grund „Stinkwurz“ genannt… hier ist der Gestank (bitte entschuldigen Sie diese drastische Ausdrucksweise) ein sicheres Zeichen für gute Qualität.
Weiterhin sind hochwertige Kräuter arm an Fremdbestandteilen (unter 2%) und arm an nicht dazu gehörenden Pflanzenbestandteilen: Wenn Sie zum Beispiel Brennnesselblätter kaufen, sollten kaum Stängel vorhanden sein. Anders, wenn sie Schafgarbenkraut kaufen, denn „...kraut“ besagt immer, dass die ganze Pflanze, also mitsamt Stängeln verwendet wird.

Seltsames Aussehen mancher Pflanzen

Manche Pflanzen verwandeln sich im Trocknungsprozess in recht seltsame Gebilde. Artischockenblätter zum Beispiel. Aus den fleischigen großen Blättern werden nach dem Trocknen klumpige und faserige Stückchen. Dies ist aber immer naturgegeben.